Dagmar Zeis

Gedanken zur Weihnacht von Beate Eiserlo

Gedanken zur Weihnacht

Ich tapse durch die dunkle Nacht
Und habe mir dabei gedacht,
wie schön es in jedem Fenster strahlt,
und viele davon sind bunt bemalt.
Mein Frauchen erklärte mir vor langer Zeit,
daß Jesus lebt in den Herzen und ist nicht weit.
Damals ein kleines Kätzchen ich war,
heute bin ich ein Kater und habe graues Haar.
Jesus lebt in jedem Wesen weiter,
das machte mich wirklich froh und heiter.
Doch nach all den Jahren,
habe ich leider erfahren,
daß die Menschen oft nicht gut zueinander sind,
wo ist denn nun das Jesuskind?
Die Fenster und Straßen erstrahlen im hellen Schein,
doch das Licht, es soll doch in den Herzen sein.
Nun stehe ich zu Hause vor der Tür,
Frauchen kommt und öffnet sie mir.
Sie schaut mich an und sieht mein trauriges Gesicht,
sie streichelt mich und sagt, Kätzchen weine doch nicht.
Du lebst die bedingungslose Liebe schon Dein ganzes Leben,
den Menschen mußt du noch Zeit dafür geben.
Viele haben vergessen, daß sie Gottes Kinder sind,
doch in jedes Menschen Herz lebt das Christuskind.
Glaube fest daran und das Wunder wird geschehn,
daß die Menschen sich mit den Augen der Liebe sehn.
Ich schau sie an und glaube daran,
daß das menschliche Herz wirklich lieben kann.
Nun bitte ich Euch als kleiner Kater,
glaubt doch wieder an den himmlischen Vater.
Denn des Festes Sinn ist sich zu erinnern:
Wir Alle gehören zu Gottes Kindern.
 

Beate Eiserlo