Dagmar Zeis

Abschied von Anton 26.04.2015

Heute morgen habe ich wiedergefunden was ich am Tag des Todes von Anton notiert hatte und möchte Euch dies nicht vorenthalten.

Heute morgen ist unser Kleiner Anton gegangen, leider ist er aus einem epeleptischen Anfall nicht mehr herausgekommen. Der Arzt sagte  er hätte von all dem nichts mitbekommen.

Anton war ein Sonnenschein, ein kleiner Malteser und ist bei uns zu Hause auf die Welt gekommen.

Ich sitze nun hier in meinem Büro, an meiner Seite Lissy, Antons Hundemama und unser neuestes Familienmitglied   Gandalf, Diego ist mit meinem Mann spazieren.

Unser Kleiner liegt in einem von meinem Mann gezimmerten Sarg zugedeckt mit seiner himmelblauen Decke, Kerzen brennen und ich habe eine CD von Deuther  aufgelegt. Es ist so friedlich und ruhig hier im Raum, hier können wir uns von unserem Schatz verabschieden, so wie es sein soll von einem Lebewesen ob zwei oder vierbeiner, würdevoll und in Liebe, denn das tun wir letztendlich auch für uns, unsere Seele.
Immer geht ein Stück Herz mit, wenn jemand uns verlässt und dann denke ich das er dadurch nicht alleine geht, sondern er begleitet wird von Liebe.
Oft hat man das Gefühl nicht alleine zu sein und es ist nicht nur ein Gefühl, ich weiss das wir Unterstützung haben, Unterstützung die Trost spendet und unseren Schatz in Empfang nimmt um ihn über die sprichwörtliche Regenbogenbrücke zu begleiten.
Es ist schon seit ein paar Tagen so, dass ich oft dachte ich sehe einen der Kleinen durch die Wohnung huschen, aber wenn ich mit meinen eigenen menschlichen Augen hinsah, sah ich nichts.
Vielleicht konnte sich nun zeigen das er bereit war zu gehen, als wir unseren Gandalf zu uns nahmen, er erinnert mich an einen Hund den ich vor etwa 30 Jahren hatte, ein Schäferhund mit einem Knickohr, die gleiche Statur wie Gandalf, dass gleiche schöne Gesicht.

Anton ist eine sehr weise Seele, der in vielen Tierkommunikationsseminaren zu einzelnen Seminarteilnehmern sprach und ihnen Hilfe und Untestützung gab.
Man mag es nicht glauben, aber so war es, es gab Teilnehmer die um ein Foto von ihm baten und sich seine nonverbalen Gedanken notierten, denn dies waren tröstende, mahnende oder hoffnungsvolle Nachrichten bzw. Botschaften.

Für alle die nun denken, ja alles klar, die Trauer vernebelt jetzt gerade ihr Gehirn, denen sei gesagt: Wir können uns mit allen Lebewesen nonverbal austauschen, denn sie teilen sich über die Gefühlsebene mit, durch Bilder, Gefühle oder Gedanken.
Auch wenn man darum weiß das es nun an der Zeit ist Abschied zu nehmen, ist es schwer, auch wenn der Verstand sagt, es war zum Ende kein erfülltes und glückliches Leben mehr, will das Herz halten, weiter behüten und schützen, obwohl es weiss das die kleine große Seele nun dort ist wo alles eins, alles gut und alles heil ist, eine Welt die sich unseren Augen entzieht und nur manchmal lüftet sich der Schleier um den einen oder anderen schauen zu lassen und was man sieht ist unglaublich.

Nun, wo ich hier mit meinen Tieren bin, fällt mir ein, dass eine Seminarteilnehmerin mit einmal geraten hat das aufzuschreiben wobei mir unserer Lissy geholfen hat zu sehen. Mit ihrer Hilfe wurde der Schleier gehoben, für eine ganz kurze Zeit die von mir aus hätte ewig dauern können, denn es war so wunderschön das man es eigentlich gerne für sich behütet, als einen wunderschönen geheimen Schatz, auf den man eine Zeitlang zurückgreift, in Gedanken, der aber mit der Zeit verblasst wie der Regenbogen der durch das Licht der Sonne das Wasser brechen lässt in diese wunderschönen Farben, irgendwann verschwindet er, aber er taucht auch immer wieder neu auf.

Danke für die Erinnerung daran, ich verspreche ich schreibe es auf und werde zu gegebener Zeit alle daran teilhaben lassen, denn es bedeutet für viele Menschen die jemanden verlieren, verloren haben oder selber gehen müssen, Hoffnung, Friede und Angstfrei in diese nächste wundervolle Ebene zu gehen, den Schleier zu lüften um in  Freihet und Freude zu sein bis zu dem Zeitpunkt wieder einzutauchen in ein neues Leben um abzubauen was man sich aufgebürdet hat, um dann in einem Leben die Erleuchtung zu erlangen, Erleuchtung bedeutet zu erkennen, zu wissen, dann kann man drüben in dieser vollkommenen Anderswelt bleiben und gennießen mit unserer Seelenfamilie zu sein.

Der Schmerz sitzt sehr tief, obwohl ich weiß es ist gut so wie es ist, aber ich weiss auch das genauso wie der Körper eine Wunde heilt, heilt der Schmerz den wir empfinden über den Weggang unserer geliebten Wegbegleiter.
Ein Teil von ihm wird bleiben und ein Teil von uns wird mit ihm gehen, so können auch wir unseren Schmerz heilen

Danke das Du solange an unserer Seite warst, wir lieben dich.